Geschichte

Geschichte der Wehr Reinsbüttel

Die Freiwillige Feuerwehr Reinsbüttel wurde am 15.Juni 1893 gegründet.

Ein Jahr später trat sie dem seit dem 12.November 1892 bestehenden
Kreisfeuerwehrverband Norderdithmarschen bei. 1902 wurde in Reinsbüttel ein Kreisfeuerwehrfest durchgeführt. 1913 sollte ein weiteres folgen; allerdings verunglückte der Obersteiger Reimer Splieth bei den Vorbereitungen tödlich, so dass das Fest um ein Jahr verschoben wurde.

1929 fand dann zum dritten Mal das Kreisfeuerwehrfest in Reinsbüttel statt. Eine große gelungene Veranstaltung war das Heimatfest aus Anlaß des 40jährigen Bestehens der Wehr im Jahre 1933. Ein Vorgeschmack auf die kommenden schlimmen Jahre vermittelte eine Luftschutzübung, an der mehr als 1500 Feuerwehrleute und Sanitäter teilnahmen, dabei wurden die „Verletzten“ mit einem Sonderzug der Bahn abtransportiert. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges leitete Stephan Wyrembek die Wehr durch die schweren, entbehrungsreichen Jahre. Die Wehr war damals nicht voll motorisiert: Die Schläuche und die Pumpe wurden mit einem Trecker zu Einsätzen und Übungen gezogen.

Erst 1961 wurde ein Vorauslöschfahrzeug (VLF; Unimog) der Feuerwehrbereitschaft Dithmarschen – Nord in Reinsbüttel stationiert. Das erste Gerätehaus von 1894 wurde 1966 durch ein neues ersetzt, 1987 folgten der Anbau mit Schulungsraum und sanitären Anlagen.

Das VLF der Feuerwehrbereitschaft Dithmarschen 1961

Als 1982 eine größere Reparatur am VLF durchgeführt werden sollte und das Geld dazu fehlte, verschwand das Fahrzeug praktisch über Nacht aus Reinsbüttel und wurde nie mehr gesehen. Die Enttäuschung der Reinsbüttler Feuerwehrleute war groß und das Versprechen, in Reinsbüttel zu gegebener Zeit ein neues Fahrzeug des Katastrophenschutzes zu stationieren blieb bis heute unerfüllt.

Kommunal ist die Wehr seit Februar 2004 ausgerüstet mit einem neuen
Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) der Firma Schlingmann GmbH und einem Schlauchanhänger. Der Wehr gehören 29 aktive Kameraden an hinzu kommen 9 Ehrenmitglieder und  passive Mitglieder.

Innerhalb der Amtswehr Wesselburen-Land ist sie für die Gemeinden Reinsbüttel und ‚Wesselburener-Deichhausen zuständig. Im Frühjahr 2013 wurde das Gerätehaus Um – bzw. Angebaut.

Die Wehrführung seit 1893
Paul Voß1893 – 1912
Carsten Dose1912 – 1915
Wilhelm Hölck1915 – 1927
Paul Voß1927 – 1936
Hermann Hahlcke1936 – 1939
Rudolf Atzeroth1939 – 1942
Georg Vollmert1942 – 1945
Stephan Wyrembeck1945 – 1954
Georg Peters1954 – 1957
Hans Stieper1957 – 1962
Hans-Hermann Möller1962 – 1970
Walter Peters1970 – 1985
Dieter Rathje1985 – 2009
Thorsten Hansen2009 –

Die Feuerwehr Reinsbüttel Heute

Nachdem das Gerätehaus im Frühjahr 2013 modernisiert wurde, gab es stetig Neuerungen.

Der Umbau wurde hauptsächlich durch Eigeninitiative und der Firma Udo Steinberg vollbracht, nach den Arbeiten gehörte das Gerätehaus in Reinsbüttel zu eines der Modernsten Feuerwehrgerätehäuser des Amtes Büsum – Wesselburen, da es dann den Größten Teil der Normen und Vorschriften der Feuerwehrunfallkasse Entsprach, wie z.B. Umkleiden getrennt von der Fahrzeughalle.


Außerdem gab es auf der Jahreshauptversammlung 2017 eine sehr nützliche Spende, die Geschäftsführerin des Bürgerwindparks Tammy Wittmaack aus Wesselburener-Deichhausen überreicht dem Wehrführer Thorsten Hansen eine Wärmebildkamera für den Einsatzdienst, sie leistet bis Heute sehr gute Dienste und ist nicht mehr wegzudenken aus dem Einsatz Geschehen.


2016 gab es die nächste Neuerung. Das Amt Büsum-Wesselburen hat ein Alarmierungskonzept beschafft, was Parallel zu den Funkmeldeempfängern funktionieren soll. Jede Feuerwehr hat ihren eigenen Rechner im Gerätehaus bekommen, worüber dann auch sogenannte „Alarmmonitore“ angeschlossen werden können. Dies sind normale Bildschirme, auf denen das Alarmierungsprogramm läuft und im Alarmfall alles Wichtige anzeigt werden kann. Genauso auch die App für das Smartphone. Sie schlägt bei Alarm an und übermittelt dem Benutzer alle wichtigen Informationen. Außerdem kann über die App eine Rückmeldung gegeben werden, ob man zum Einsatz kommen kann oder nicht. Dies hat für die Wehführung einen großen Vorteil, denn sie wissen dann immer, mit wie vielen Einsatzkräften sie rechnen können.