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Boßelverein "SÜDBUND"

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Feldkämpfe 2016

Feldkampf gegen den Nordbund Norddeich am 03. Januar 2016

Der Südbund ist zurück in der Erfolgsspur, und wie!

Mit 4 Schott und 10 Metern wurde Norddeich überrollt und damit ist hoffentlich die Trendwende eingeleitet. Ganze zwei Jahre lang hatten wir nix, aber auch gar nix gewonnen und dieser Sieg nach acht Feldkampfschlappen in Folge geht runter wie Öl.

Ein Sieg gegen den erfolgsverwöhnten Nordbund hat Seltenheitswert und gelang uns in den vergangenen drei Jahrzehnten erst zum dritten Mal. Und trotzdem kam er diesmal nicht ganz so überraschend. Über unseren zahlreichen und siegreichen Auftritt beim Liga-Pokal-Turnier und der dominanten Darbietung beim Erbsensuppenboßeln, wo wir alle drei Kämpfe deutlich gewannen, hat sich eine Euphorie entwickelt und auf einmal haben alle Bock zu boßeln.

Und das bekamen die Norddeicher zu spüren. Nach drei Abwerfern, teils schon am Vortag, führte unser Gegner noch ein paar Meter. Aber schnell bekamen wir das Heft in die Hand. Der Nordbund trat nicht so sicher auf wie sonst und ein doller Bleier eines Norddeichers bescherte uns das erste Schott bei der Nummer 9 (Björn Hückstädt). Es ging weiter Schlag auf Schlag. Schon bei den Nummern 11 (Kuddel Dethlefs) und 15 (Riccardo Wegner) hatten wir zwei weitere Schott im Sack. Das dritte Schott wurde dadurch begünstigt, dass die Norddeicher Ersatz einschieben mussten, weil einer ihrer Leute unabgemeldet fehlte. Nötig hatten wir das nicht, denn wir warfen im ersten Durchgang gegen den steifen Ostwind wirklich stark.

So war der Fisch also schnell geputzt und wir konnten es verkraften, dass wir auf der Rücktour nicht mehr so überlegen operierten. Trotzdem gewannen wir noch das vierte Schott.

Leider traf es wieder Björn, der also an diesem Tag nicht sein Können zeigen durfte.

Damit ist unser neuer Chef Basti Lorenzen bombastisch in seine Regierungszeit gestartet und er wird sich diebisch über diesen Coup gefreut haben.

Und damit noch nicht genug der Besonderheiten: Wir hatten an diesem Tag einen Jubilar in unseren Reihen und ehrten ihn vor dem Kampf mit einem kleinen Präsent und einem dreifachen Lüch op. Kalle von Hadel machte gegen Norddeich seinen 100sten Feldkampf für den Südbund und diese Marke knacken nicht viele. Am 24. Februar 1985 trat Kalle als 15jähriger zum ersten Mal für Reinsbüttel bei einem Feldkampf an. Seit fast 31 Jahren hält er also seine Knochen für den Verein hin.
Nochmals danke und herzlichen Glückwunsch Kalle !


Feldkampf gegen Schülp-Wesselburenerkoog am 24. Januar 2016

Mit großer Spannung erwarteten beide Vereine diesen Kampf. Schülp hatte die letzten beiden Jahre deutlich gewonnen und wollte die Gelegenheit nutzen, uns Gold abzuknöpfen. Und wir sind ja diesen Winter bestens in die Puschen gekommen und wollten unseren Lauf fortsetzen.

Schließlich fanden sich beide Mannschaften in nahezu Bestbesetzung am Deich in Wesselburenerkoog ein und mit jeweils 19 Boßlern begann das Gefecht. Die erste Kampfhälfte war für beide Truppen ein Wechselbad der Gefühle und das lag zum Teil auch am Frost, der noch im Boden steckte. Trüllwürfe waren also jederzeit möglich, wenn man denn die richtige Linie fand. Und ein Bleier ist sowieso immer drin und das bekamen wir schon beim Anwurf zu spüren. Henning schmiss gegen Schülps Ole Lahrsen ab. Henning verzog gleich stark nach links und die Kugel blieb auf der Straße liegen. Dann brachte er die Boßel wieder gut in die Bahn zurück, aber Schülp hatte durch zwei bessere Würfe mit Trüll schon 35 Meter Vorsprung. Aber schon einen Wurf später begann alles wieder bei Null, weil Schülps HC Diener ebenfalls nach links verriss. Wir bekamen den Kampf in den Griff, zogen mit schönen Würfen und viel Trüll davon und hatten bei der Nr. 8 (Jürgen) ein Schott auf dem Konto. Weiter ging´s im Sauseschritt, der Vorsprung wuchs weiter an, bis uns ein Kapitalbleier mit 0,0 Meter Raumgewinn aus dem Tritt brachte. Schülp nahm dankend an und nachdem ihre Nr. 16 Jens Lahrsen einen weiten Trüllwurf hatte, setzten wir das Schott ein. Beim Kugeltausch führten wir noch mit 15 Metern, alles war offen.

Eine Schlüsselszene dann wenig später bei Nr. 5: Schülp lag genau in der Bahn und unser Tobi hatte einen besch….….eidenen Stand an der Böschung neben der Betonspur. Er hatte nur wenig Anlauf und bloß ein kleines Fleckchen Erde, um das Standbein einigermaßen zu setzen. Die Kugel wurde er gut los und sie setzte neben der Spurbahn auf dem harten Grasstreifen auf und rollte noch 20 Meter. Sein Schülper Kontrahent bleierte und schon bejubelten wir wieder ein Schott. Björn konnte seine Boßelschuhe wieder ausziehen, er kennt das ja schon. In der Folge ließen wir uns die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, alle Würfe passten und zwei weitere Schott gewannen wir bei den Nummern 13 (Lars) und 15 (Jörn).

Erwähnenswert ist noch die Leistung von Youngster Jonah, der an Nr. 14 warf. Er war aufgestockt, weil sein Gegner Lasse Will erst später kommen konnte. Jonah ballerte die Boßel ganz abgezockt zweimal deutlich über 50 Meter und dann kam noch ordentlich Trüll dazu. Als Schülps Vorletzter Uwe Hinz einen Eistreffer mit viel Trüll landete, hieß es nochmal Schott rin.

Björn und Schlusswerfer Thommi besiegelten das Endergebnis mit 2 Schott und 74 Meter für uns.

Damit ist der erste Teil unserer Mission geschafft. Noch zwei weitere Male sind wir in diesem Winter im Zugzwang, um gegen Süderdeich-Wesselburen und Nordermeldorf den Verlust Goldener Kugeln abzuwehren. Sollten wir es weiterhin schaffen, alle Mann an Bord zu haben, werden wir sehr schwer zu knacken sein.

Lüch op !

Feldkampf Südbund vs Schülp Bild 1
Feldkampf Südbund vs Schülp Bild 2
Feldkampf Südbund vs Schülp Bild 3
Feldkampf Südbund vs Schülp Bild 4


Feldkampf gegen Süderdeich-Wesselburen

am 13. Februar 2016 in Wesselburenerkoog

Der nächste Teil der Operation „Don’t lose a golden ball“ – um das mal auf plattdeutsch auszudrücken – stand heute auf dem Programm.

Bei uns fehlten einige Boßler, wir konnten aber 17 Mann ins Gefecht schicken. Süderdeich hatte 19 Boßer griffbereit, hatte also zwei in Reserve (Jenne und Maddin). Morgens hatten drei Süderdeicher (André, Flo, Kette) und für uns Leif und Kuddel abgeworfen. Gut 130 Meter lagen wir zurück, das war zu erwarten. Nachmittags begann Ralf für uns mit zwei Würfen und wir waren immer noch 20 Meter hinten. Die Süderdeicher warfen stark an diesem Tag und wir konnten lange keinen Boden gut machen. Erst eine Offensive kurz vorm Kugeltausch, als Tim und Jörn (Nr. 14 und 15) ihren Gegnern überlegen waren, brachte uns in Schlagdistanz. Süderdeich ließ sich nicht beirren und übernahm wieder das Kommando, weil Thore und Jan-Ole stark warfen. Abwimmeln ließen wir uns aber nicht und nach einem Wurf von Kalle (Nr. 9) hatten wir erstmals die Führung inne. Wir schwächelten noch einmal durch einen Wurf in den Graben, aber gleich danach fabrizierte Süderdeich einen schweren Bleier. Nach einem weiten Wurf von Tim wurde Jörn aufgeschottet und der Kampf war entschieden.
Wir gewannen mit 1 Schott und 11 Meter, nach harter Gegenwehr einer tollen Süderdeicher Mannschaft.

Zum Saisonfinale müssen wir am 28. Februar in Nordermeldorf bestehen, um diesen Winter eine blütenweiße Weste zu behalten.

Feldkampf vs Süderdeich Bild 1
Feldkampf vs Süderdeich Bild 2
Feldkampf vs Süderdeich Bild 3
Feldkampf vs Süderdeich Bild 4

Feldkampf Südbund Reinsbüttel beim BV Nordermeldorf

im Speicherkoog am 28. Februar 2016

Es ist vollbracht. Auch der Rest der Mission wurde erfüllt. Auch gegen Nordermeldorf gewannen wir und so muss unser Boss Basti in diesem Jahr nicht zu irgendeinem Fest ausrücken,

um eine goldene Kugel abzugeben.

Wir haben diesen Winter alle vier Feldkämpfe gewonnen und dazu noch das Erbsensuppenboßeln und den Liga-Pokal, mehr geht nicht.

Dickes Lob an diese Mannschaft. Aber man merkte auch, dass nach drei anstrengenden Boßelmonaten langsam die Puste ausgeht. Gerademal 14 Boßler konnten heute zusammengekratzt

werden und der Sieg gegen richtig gute Nordermeldorfer war ein harter Job. Die Gastgeber hatten 18 Boßler zusammengetrommelt und waren heiß auf Gold. Der Kampf war jederzeit spannend.

In Serie konterten wir starke Würfe der Hausherren und hatten meist mit ein paar Metern die Nase vorn. Mitentscheidend war am Ende der Trüll, und das war überraschend, denn Frost war

nicht mehr im Boden. Aber irgendwie schaffte es unsere Nr. 11 Kuddel im zweiten Durchgang dann doch, dass die Kugel durch einen ziemlich flachen druckvollen Wurf knapp 10 Meter rollte.

Da hatten wir plötzlich etwa 20 Meter Vorsprung und als der nächste Nordermeldorfer schwächelte, war die Vorentscheidung gefallen. Jörn, Ingo und Thommi brachten das Ding

mit 36 Metern nach Hause.

Wir zeigten eine sehr solide Leistung. Ein schwerer Bleier hätte wohl die Niederlage bedeutet, aber wir zeigten keine größere Schwäche.

Weil Basti nicht dabei sein konnte, war Tjahlf heute unser Mannschaftsführer und hielt auch eine geschmeidige Schlussansprache.

Wie gehabt, kehrten wir zum Ausklang bei den sympathischen Gastgebern zum Würstchenessen ins Feuerwehrgerätehaus Barsfleth ein.

Wird fortgesetzt!

Texte / Fotos: Ingo Schiefelbein

(c) jeka reinsbüttel, stand: 02-2016