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Boßelverein "SÜDBUND"

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Feldkämpfe 2014

Erbsensuppenboßeln in Wesselburenerkoog am 29.12.2013

Zwei von drei Kämpfen gewonnen, und doch ohne Pokal nach Hause gefahren. Das ist irgendwie kurios, aber möglich. Im Kampf gegen Schülp boßelten wir durchschnittlich, gegen Süderdeich waren wir sehr mäßig und gegen Norddeich zeigten wir eine befriedigende Vorstellung. Tjahlf verletzte sich bei seiner ersten Drehung am Knie und konnte nicht weitermachen. Gute Besserung Alter !

Die Entscheidung fiel in einem spannenden Herzschlagfinale, so soll’s sein. Schließlich gewann die Gruppe Süderdeich-Wesselburen, die gepuscht durch eine positive Aufbruchstimmung trotz einer Niederlage im ersten Kampf das Blatt wendete. Beim Blick in die Vergangenheit muss man schon weit zurückschauen, um Süderdeich in den Siegerlisten zu finden, oder war dies vielleicht sogar der erste A-Pokal-Gewinn der Süderdeicher beim Erbsensuppenboßeln ?

Der BV Schülp-Wesselburenerkoog hatte 14, Reinsbüttel 13, Norddeich 12 und Süderdeich 11 Werfer zur Stelle.

Die Erbsensuppe gab`s im Stadt Hamburg in Wesselburen. 60 Personen kamen zum Essen.

Ergebnisse (Sieger zuerst genannt):

Reinsbüttel – Schülp                                                 12 m

Norddeich – Süderdeich                                           25 m

Norddeich – Schülp                                                   21 m

Süderdeich – Reinsbüttel                                         15 m

Reinsbüttel – Norddeich                                          17 m

Süderdeich – Schülp                                                 51 m

Tabelle:

1.)  Süderdeich-Wesselburen                                 2 Siege, + 41 m         (A-Pokal)

2.)  Nordbund Norddeich                                        2 Siege, + 29 m         (B-Pokal)

3.)  Südbund Reinsbüttel                                        2 Siege, + 14 m

4.) Schülp-Wesselburenerkoog                              0 Siege, -  84 m

Südbund!!!

Feldkampf gegen Schülp-Wesselburenerkoog am 5. Januar 2014

Wir starteten stark in dieses Duell. Schnell eroberten wir die Führung und lagen bald fast einen Wurf vorn. Schülp kam zwar wieder heran, aber bei der Nr. 10 hatten wir die Chance auf einen großen Vorsprung von 35-40 Metern. Leider ging jetzt bei uns die Bleierei los. Schülp übernahm das Zepter und bei uns stieg die Verunsicherung. Dies mündete in einem Schott für die Gegner bei der Nr. 16. Die Rücktour brachte keine Besserung. Schnell drifteten wir nach rechts in den Graben ab, nun war auch noch eine Kugel weg. Folgerichtig bekam Schülp das zweite Schott bei der Nr. 7. Wegen weiterer schwacher Würfe schafften wir es nicht, ein Schott zurückzugewinnen und verloren mit 2 Schott und 6 Metern.

In Normalform wären wir den Schülpern ebenbürtig gewesen. Besonders ärgerlich war diese Niederlage, weil sie uns um den Gewinn einer Goldenen Kugel gebracht hat.
Bestritten wurde dieser Feldkampf mit jeweils 17 Boßlern.

Südbund vs Schülp-Wesselburenerkoog Bild 1
Südbund vs Schülp-Wesselburenerkoog Bild 2
Südbund vs Schülp-Wesselburenerkoog Bild 3
Südbund vs Schülp-Wesselburenerkoog Bild 4


Feldkampf gegen Süderdeich-Wesselburen am 1. Februar 2014

Dies war Chance Nr. 2, in diesem Winter eine goldene Kugel zu gewinnen. Durch den anhaltenden Frost konnten wir in Reinsbüttel auf dem Land von Thorsten Hölck (Achter’n Diek Richtung Oesterdeichstrich) antreten. Das Abwerfen am Vortag lief leider nicht verheißungsvoll. Auf knüppelhartem Boden zogen wir im Kampf 3 gegen 3 mit 43 Metern den kürzeren. Weitere Hypotheken waren die Absagen unserer Spitzen Tobias Gerbracht (Rücken), Leif Burmeister (Fußball) und Ralf Kullak (Arbeit). Trotzdem konnten wir insgesamt 17 Boßler stellen. Am Samstag Nachmittag ging‘s dann bei völlig anderen Witterungsverhältnissen (regnerisch, schmieriger Boden) besser für uns los. Der Rückstand war schnell aufgeholt, weil wir gut in der Bahn blieben und die Süderdeich stark nach links abkamen. Durch zwei Würfe auf die Betonspurbahn verloren wir wieder an Boden, hielten mit stärker werdenden Gegnern aber weiter mit. Zu Beginn des zweiten Durchgangs fielen wir ein größeres Stück zurück, schafften es aber, beim fünftletzten Werfer wieder die Führung zu erobern. Am Ende waren die Gäste aber einfach zu stark besetzt, und so verloren wir schließlich doch mit 43 Metern.

Sehr erfreulich war, dass der 13-jährige Jonah Wohnrade mit zwei guten Würfen ein starkes Feldkampfdebüt für uns hatte und außerdem Dirk Rathje nach langer rückenbedingter Abstinenz wieder schmerzfrei für uns antreten konnte.


Feldkampf gegen den Nordbund Norddeich am 16. Februar 2014

Beide Mannschaften litten etwas unter Aufstellungssorgen und so konnten nur jeweils 16 Boßler ins Rennen geschickt werden.

Unser Start war verheißungsvoll, denn überraschenderweise führten wir nach dem ersten Wurf. Unsere Nr. 1 Ralf Kullak warf richtig gut und Norddeichs 75-Meter-Mann Maik Bruhn bleierte weit nach rechts. Danach spielte sich der Vergleich auf Augenhöhe ab. Berauschend warfen beide Teams nicht, die Landvermessung hielt sich aber noch in Grenzen. Bald war dann aber klar, wohin die Reise geht. Zwei Kapitalbleier und ein schwacher Wurf unserer Boßler Nr. 9, 10 und 12 sorgten für zwei Norddeicher Schott. Davon erholten wir uns nicht wieder. Im zweiten Abschnitt stieg unsere Leistungskurve zwar etwas an, aber es fehlte uns das Zeug, die Wende einzuleiten. Wie in jedem der diesjährigen Feldkämpfe hatten wir unsere Chance, machten den Gegner durch unsere Schwächen aber noch stärker.

Norddeich gewann mit 2 Schott und 7 m und kann im nächsten Jahr eine goldene Kugel gewinnen.


Feldkampf in Nordermeldorf am 23. Februar 2014

Es musste ja so kommen. Auch der letzte Feldkampf dieser Wintersaison ging in die Büx. Wir verloren mit 47 Metern erstmals seit sechs Jahren wieder gegen Nordermeldorf.

Damit haben wir auch den dritten Matchball in diesem Winter vergeben und bleiben dieses Jahr ohne Goldene Kugel.

Der Feldkampf wurde mit je 15 Boßlern ausgetragen. Unterm Strich mussten wir die Niederlage hinnehmen, weil der Gegner stärker geworden ist und wir gegenüber den Vorjahren nachgelassen haben. Positiv war, dass unsere vier jüngsten Boßler (Lukas, Jonah, Leif, Björn) am Start waren und gut warfen. Lukas gab sein Debüt in der Männer-Feldkampfmannschaft und warf schnurgerade. Und Siegchancen hat wir auch diesmal. Beim Drehen lagen wir ein paar Meter vorne und starteten gut in den 2. Durchgang. Dann begann die Misere, Nr. 8 warf in den Graben rechts von der Wurfbahn. Nr. 9 warf über den Graben und dann mussten wir auf dem angrenzenden Acker weiterwerfen, weil uns eine Baumreihe von der Wurfbahn abschnitt. Als unsere Nr. 13 schwer beleierte, war der Kampf entschieden.

Letztendlich erging es uns diesen Winter so wie den deutschen Olympioniken in Sotschi: immer vom Edelmetall gesprochen, und dann wenig dabei rumgekommen.

Trotz allem hatten wir natürlich ehrliche Freude für die Boßler aus Nordermeldorf übrig, die eine lange Durststrecke hinter sich haben und kehrten noch zu ner gemütlichen Runde Knackwürste ins Feuerwehrgerätehaus in Barsfleth ein.


Wird fortgesetzt!

Texte / Fotos: Ingo Schiefelbein

(c) jeka reinsbüttel, stand: 03-2014