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Boßelverein "SÜDBUND"

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Feldkämpfe 2013

Südbund gewinnt beim Erbsensuppenboßeln

Mit Volldampf ist der Südbund Reinsbüttel in die neue Wintersaison gestartet.

Am 30.12.2012 stand in Wesselburenerkoog das Erbsensuppenboßeln auf dem Programm und der Südbund nutzte gleich den Rückenwind des erfolgreichen Jubiläumsjahres.

Mit Helfern und Schlachtenbummlern fuhr ein Tross von 30 Reinsbüttlern zum Feldkampfgelände. Starke 18 Boßler standen in unserem Aufgebot, unter ihnen auch der 13-jährige Debütant Leif Burmeister. Die schlechte Nachricht des Tages war, dass die Süderdeicher Mannschaft nicht teilnahm. Das lässt nichts Gutes für die Zukunft des Nachbarvereins erahnen.

Gastgeber war der BV Schülp-Wesselburenerkoog, der 15 Boßler an Bord hatte. Der Seriensieger aus Norddeich konnte nur 12 Werfer zusammenkratzen. So gaben wir mit Sascha Deutschmann, Riccardo Wegner und Arne Schmökel drei Boßelbrüder an die Norddeicher ab, damit im Dreikampf nebeneinanderher geworfen werden konnte. Wir diktierten das Geschehen fast durchweg, zur Hälfte war unsere Führung mit 15m vor Norddeich und 31m vor Schülp aber noch recht knapp. Im 2. Durchgang konnten wir uns nochmal steigern, es waren zwar nicht alle Würfe perfekt, aber es war auch kein Bleier dabei.

Schließlich gewannen wir deutlich mit 77m vor Norddeich und 109m vor Schülp-Wesselburenerkoog.

Somit gewannen wir endlich mal wieder den A-Pokal, das war uns zuletzt vor 9 Jahren gelungen.

Einen starken Einstand mit der Pfund-Kugel hatte Thore Gansen. Ansonsten glänzten besonders Tjahlf Niebuhr, Jan Gerbracht, Sven Gerbracht, Bastian Lorenzen und Sascha Deutschmann.

R_Kullak_1-2013

Ralf Kullak in Aktion

T_Gansen_2-2013

Thore Gansen mit einem starken Wurf

Fahne_3-2013

Unsere Siegesserie ist gerissen, hauchdünne Niederlage gegen den Nordbund Norddeich

In einem dramatischen Feldkampf zogen wir am Ende mit 10 m den Kürzeren und müssen uns mit der Erkenntnis zufrieden geben,
dass wir fast auf Augenhöhe der Norddeicher angelangt sind.

Mit je 20 Mann gingen die Mannschaften ins Rennen, für einen Untergruppen-Feldkampf eine wirklich stattliche Zahl. Durch ein perfektes Abwerfen am Vortag hatte Norddeich vorgelegt und wir wussten, dass wir zuerst einem Rückstand hinterherlaufen würden. Zunächst kam der Nordbund in Schottnähe, aber wir hielten Stand und übernahmen die Offensive. Schon nach der Nr. 11 (Kalle von Hadel) hatten wir Norddeich am Kragen und das Kopf-an-Kopf-Rennen begann. Wir standen geschlossen hinter der Fahne und brüllten uns die Kehlen heiser, merkten aber auch, dass der Nordbund voll dagegenhielt. Zur Halbzeit führten wir mit 4 m und der 2. Durchgang war ein einziges Wechselbad der Gefühle. Immer wenn eine Mannschaft Oberwasser hatte, konnte die andere kontern. Bei Norddeich erschien ein aufgestockter Werfer nicht, so dass mit Peter Schröder ein Mann einspringen musste, der jahrelang nicht geboßelt hatte. Gegen Peter trat für uns Lars Beckmann an, der zwei blitzsaubere Würfe zeigte. Peter Schröder hielt aber sein Möglichstes dagegen und die Hoffnung seiner Mannschaft am Leben. Bei der Nr. 15 vergaben wir durch einen Bleier einen Matchball und im Schlussspurt hatte der Nordbund die besseren Nerven.

Tommy Petersen - So wird geboßelt!!


Deutlicher Sieg für den Südbund Reinsbüttel !

Nach dem guten Start in die Wintersaison galten wir als leichter Favorit im Duell mit den Boßlern von Schülp-Wesselburenerkoog. Und wir kamen auch gleich in die Spur, weil beim Abwerfen zwei Schülper Asse nicht stachen. Und da wir bei einem Wurf von Danny Flindt auch noch das Trüllglück auf unserer Seite hatten, konnte schon bei der Nr. 7 (Sven Gerbracht) ein Schott bejubelt werden. Wir behielten auch weiterhin die Hosen an. Schülp kam nie in Schlagdistanz und musste im 2. Durchgang kämpfen, um nicht das zweite Schott zuzulassen.

Wir gewannen nach dem Schlusswurf von Thommy Petersen mit 1 Schott und 43 m. Jeweils 18 Boßler bestritten diesen Feldkampf.

Anschließend wurde noch in der gemütlichen Deichkate von Olli Dohrn in Wesselburenerkoog geklönt.

An der Fahne beim "Südbund" Reinsbüttel


26.01.2013: Südbund siegt in Süderdeich

Frostiges Winterwetter sorgte für gute Feldkampfvoraussetzungen. Es wurde von Süderdeich links des Weges nach Reinsbüttel/Hassenbüttel geworfen, daher musste auch der breite Sielzug überquert werden.

Der Kampf begann wie so oft am Vortag mit dem Abwerfen. Für uns trat Youngster Leif Burmeister zu seinem dritten Feldkampf an. Er zeigte zwei blitzsaubere Würfe mit viel Trüll. Außerdem warfen vier Süderdeicher ab. Die ersten beiden warfen zwar ganz gut, drifteten aber schon ein Stück nach rechts ab, so dass André Peterson nicht links an der Mühle vorbeiwerfen konnte, sondern rechts zwischen Mühle und geparkten Autos hindurchwerfen musste. Vielleicht fehlte ihm deswegen die Lockerheit. Er verzog nach rechts, die Kugel flog zwar über den Sielzug, aber genau auf den lindgrünen Golf 2 von Ingo Schiefelbein zu. Die Boßel prallte vor dem Auto auf und sprang drüberweg und lief über den Weg auf das hartgefrorene Pflugland. Da konnte André nur drei Meter vorsichtig anlaufen, damit er sich nicht die Knöchel bricht. Diesmal hatte er Glück, die Boßel prallte auf einen zugefrorenen Graben und sprang auf das richtige Feld. Danach schmiss sich noch Henning Meister ab und wegen der einbrechenden Dunkelheit ging eine Kugel verloren.

Abenteuerlich ging es am nächsten Tag weiter. Wir Reinsbüttler hatten uns im 1. Durchgang ständig in den Haaren, weil dauernd über den Standort der Fahne diskutiert wurde. Problem war, dass querfeldein geboßelt wurde und der Verlauf der Bahn schwer auszumachen war. Die Stimmung war also schlecht, das Anfeuern von der Fahne aus fehlte und einige Würfe gingen in die Hose. Ein Aufbäumen begann bei der Nr. 12 Lars Beckmann. Von da an schafften wir eine Serie mit neun starken Würfen geradeaus mit viel Trüll. In dieser Phase (inzwischen auf dem Rückweg) gewannen wir zwei Schotts (Nr. 14 Ingo Schiefelbein und Nr. 9 Sven Gerbracht). Da wir anschließend nicht reibungslos über den Sielzug kamen und noch einmal bleierten, musste ein Schott eingesetzt werden.

Wir gewannen schließlich mit 1 Schott und 31 m.

Zum Abschluss gab’s in der „Kneipe“ von Klaus Meister in Süderdeich reichlich Berliner und Heißewecken.


17.02.2013:  Schöner Ausklang der Wintersaison – Südbund schlägt Nordermeldorf

Mit einer starken 18-köpfigen Truppe kamen die Nordermeldorfer, angeführt von ihrem 2. Vorsitzenden Wilken Boie, zum Dorfhaus nach Reinsbüttel.

Geboßelt wurde auf den Feldern zwischen Dorfhaus und Maifeuerplatz, was gerade noch so ging, denn die Äcker begannen durch das Tauwetter aufzuweichen. Trotzdem war der Kampf durch jede Menge Trüll geprägt. Die Gäste begannen stark und hielten gut mit, erst ab dem fünften Werfer hatten wir leichte Vorteile und konnten nach und nach den Vorsprung vergrößern. Durch einen schönen geraden flach angesetzten Wurf von Rolf Voß gewannen wir das erste Schott (Jan-Henning Meier), hatten aber schon im nächsten Wurf einen Bleier zu verkraften. Nordermeldorf steigerte seine Gegenwehr und warf bis zum Kugelwechsel ein Polster von 25 m heraus. Wir zögerten den Einsatz unseres Schotts aber noch heraus und kamen auf die Füße, als der fünfte Gästewerfer seinen Wurf völlig um die Ecke riss. Dem nächsten Nordermeldorfer fehlte ein Meter, um einen Graben zu überwerfen und da war die Sache zu unseren Gunsten geritzt. Kalle von Hadel, Lars Beckmann und Tjahlf Niebuhr sorgten mit guten Würfen für unser zweites Schott (Rolf Voß).

Der Südbund gewann schließlich mit 2 Schott, 19 m, und bläst im kommenden Jahr zum Angriff auf die goldene Kugel.

In diesem Kampf warfen auf Reinsbüttler Seite Sven Gerbracht und Kalle von Hadel besonders stark, aber wir hatten auch sechs ziemlich schwache Würfe zu vertragen.

Ingo Schiefelbein verabschiedete in der Schlussrede Sascha Deutschmann, der nach 40 für den Südbund absolvierten Feldkämpfen zum BV Süderdeich-Wesselburen wechselt.

Damit beendeten die Reinsbüttler eine wiederum sehr erfolgreiche Wintersaison, in der drei von vier Feldkämpfen und der A-Pokal beim Erbsensuppenboßeln gewonnen wurden.

Guido Peetsch macht Meter!
Jan-Henning Meier hart am Graben
Stimmung an der Reinsbüttler Fahne
Sascha Deutschmann
Südbund Reinsbüttel - So sehen Sieger aus!

Texte / Fotos: Ingo Schiefelbein und Lennart Kröger

(c) jeka reinsbüttel, stand: 02-2013