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Historisches aus der Gemeinde Reinsbüttel oder:

Alt Reinsbüttel

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Das alte Reinsbüttel

Bilder und Geschichten

Die Mühle Henriette

Die Mühle "Henriette"

Die Mühle wurde 1866 von dem Müller Witt erbaut. Später wurde sie von Adolf Jochims und dann von Adolf Wiehkhorst übernommem. Bis 1952 drehten sich ihre Flügel lustig im Wind, aber der technische Fortschritt und Altersschwäche brachten ihre Flügel zum Stillstand und überließen sie dem Verfall. Schon bald war sie nur noch eine Ruine ohne Flügel und Innenausstattung. Da sie nicht unter Denkmalsschutz stand, wurde dem Antrag des damaliegen Besitzers Hans Wieckhorst, auf Abbruch der Mühle stattgegeben. Sogar der Mühlenberg wurde abgetragen, so dass heute nur noch die Jahreszahl 1866 am Stallgebäude des ehemaligen Müllerhauses an das alte Wahrzeichen von Reinsbüttel erinnert.


Die alte Schule

Die "neue" Schule

Schon vor dem Krieg befaßte sich die Gemeinde mit dem Bauvorhaben für ein neues Schulgebäude. Ostern 1942 war dann soweit, dass der Unterricht in dem neuen Gebäude beginnen sollte. Nur der damalige Lehrer Hans Kröger war nicht zum Umzug in die neue Dienstwohnung zu bewegen, denn es gab noch Probleme mit den sanitären Einrichtungen und anderen Austattungen im Schul- und Wohnbereich. Für den Stelleninhaber waren es aber nicht die auffälligen Mängel im Schulbereich, sondern sein primäres Problem sah er in der Fehlplanung eines Hühnerstalls. Hatte der Architekt den Auslauf für sein Federvieh doch so ungünstig bedacht...........!
Mit der Wirkung vom 31.Juli 1972 wurde die Schule in Reinsbüttel aufgehoben. Die Schüler besuchten nun die Dörfergemeinschaftsschule in Wesselburen. Auch der Hauptlehrer Helmut Hecht und die Lehrerin Karen Hansen wechselten nach Wesselburen über.


Haus am Wahrdamm

Das "Pommernhaus"

1950 baute die Gemeinde Reinsbüttel in einer Selbsthilfeaktion aus Spendengeldern ein Bauernhaus zum sogenannten Pommernhaus am Wahrdamm um. Vier Flüchtlingsfamilien aus Pommern erhielten dort eine Wohnung.


Villa in der Dorfstraße

Dorfstraße in Reinsbüttel (undatiert)


Häckselschneiderei

Die Bremersche Häckselschneiderei

Ein bedeutender Gewerbebetrieb in Reinsbüttel war die Häckselschneiderei von E.A.Bremer. Ursprünglich in Wesselburen ansässig, übernahm Ernst August Bremer die Häckselschneiderei im Jahre 1918 von seinem Vater und baute den Betrieb in Reinsbüttel neu auf. 1920 den ersten festen Mitarbeiter und bis 1940 ständige Erweiterungen des Geschäfts, das weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins erstreckte. 1931 kam der Handel mit Kohlefeurung hinzu, was den Bau eines Kohleschuppens erforderte. Während des Krieges unterhielt der Betrieb eine Rauhfuttersammelstelle. Die Wehrmacht sorgte für eine große Übderdachung, die 1946 durch Kauf ins Eigentum überging. Eine weitere Betriebserweiterung brachte der Handel und Versand von Gemüse. 1960 verstarb der Betriebsinhaber. Die Witwe und der Schwiegersohn waren bestrebt den Betrieb unter dem alten Namen weiterzuführen - aber die Motorisierung veränderte den Allltag. Die Traktoren verdrängten die Pferde und die Nachfrage nach Häckselfutter wurde immer geringer, bis es schließlich hierfür kein Bedarf mehr gab. So verlor allmählich dieser einst blühende Betrieb seine Existenzgrundlage. Die Firma erlosch 1970.


Kaufmann und Saalbetrieb in der Dorfstraße

Gastwirtschaft mit Durchfahrt zum Unterstellen der Pferdegespanne

In den ersten Jahren kamen viele Landwirte noch mit Pferd und Wagen "zu Krug". Die Gespanne wurden in die Durchfahrten der Gastwirtschaften untergestellt und einige Pferde waren dort genauso heimisch wie in ihrem Stall. Jede der drei Gastwirtschaften hatte eine Durchfahrt - hölzerne Anbauten, parallel zur Straßenseite - die bis Ende der Fünfziger Jahre das Dorfbild prägten. Sie verloren den Zweck und wurden abgerissen.


Wohnhaus in der Dorfstraße

Dorfstraße in Reinsbüttel um ca. 1920


Postkarte 1

Eine Postkartenansicht aus dem Jahre 1909 vom Möhlenweg in Richtung Dorf über den sogenannten "Holm", eine niedrieg gelegenes Wiesen- und Weidestück. Welches aber im Frühjahr und Herbst ständig unter Wasser stand. Heute finden wir an dieser Stelle das Denkmal der Gemeinde Reinsbüttel und drei Grundstücke die allesamt bebaut sind.


Postkarte 2

Postkartengruß aus Reinsbüttel (1)

Auf der Karte oben links ist der Vorgänger von A.E. Bremer, Fa. Brunkhorst zu sehen, welcher dort schon eine Dampfhäckslerei und ein Elektrisitätswerk betrieb. Schon damals wurde Reinsbüttel von hier mit elektrischer Energie versorgt.Im Bild darunter ist der Bahnhof Reinsbüttel zu sehen. Die 1883 eingerichtete Bahnstation Reinsbüttel war für das Dorf ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Es war eine eingleisige mit zwei Verladegleisen, einem Bahnanschluß zur Häckselschneiderei und eine Bahnwaage für die landwirtschaftlichen Güter. Auf der Strecke verkehrten täglich 11 Hin- und Rückzüge.


Postkarte 3

Postkartengruß aus Reinsbüttel (2)

zeigt einen der drei ehemaligen Gasthöfe in Reinsbüttel. Es ist der Gasthof "Zur Post" Dorfstraße Ecke Smedweg. Heute ist dieses Gebäude das Gästehaus vom Gasthof Leesch (vorm. Gasthof "Zum Bahnhof"), der als einziger erfolgreich in Reinsbüttel verblieben ist.

Die alte Schmiede

Die alte Schmiede von SPLIEHT, Namensgeberin für den "SMEDWEG"
Wo früher am Amboss der Hammer klang, wohnen heute Feriengäste!!

Schulstraße 15, Reinsbüttel

Die Schulstraße 15 - Wo hier auf dem alten Foto die große Scheune zu sehen ist,

steht seit Mai 1963 die Claus-Harms-Kapelle!

Schulstraße 15, Reinsbüttel

Ebenfalls Schulstraße 15, das Wohnhaus. Heute im Besitz der Fam. Dirk Seidler

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Hinweis:

Die Texte sind zum großem Teil aus der Chronik der Gemeinde Reinsbüttel entnommen.

Die alten Fotos stammen aus unterschiedlichen Quellen, den Helfern und "Spendern" sage ich an dieser Stelle
herzlichen Dank und würde mich über weitere historische Fotos freuen.

(c) jeka reinsbüttel, stand: 02-2014